Eén van de feiten die mogelijk aan het Gladio-netwerk in Duitsland gelinkt kan worden, is de zware bomaanslag tijdens de Oktoberfeesten in München. Op 26 september 1980 ontplofte er een bom bij de hoofdingang van het Oktoberfest, die 13 mensen doodde en meer dan 200 bezoekers verwondde. Een van de doden was de moordenaar Gundolf Köhler zelf. De Oktoberfest-terreuraanslag wordt beschouwd als een van de ergste aanslagen in de geschiedenis van Duitsland.
Eind vorig jaar werd het onderzoek naar deze aanslag opnieuw geopend:
Het onderzoek naar de rechts-extremistische aanslag op het Oktoberfest in München in 1980 wordt opnieuw geopend. De aanslag geldt als een van de zwaarste naoorlogse Duitse terreurdaden: er kwamen 13 mensen bij om het leven en er raakten meer dan 200 mensen gewond. Er zouden nieuwe aanwijzingen zijn dat er meerdere daders bij de aanslag betrokken waren. Tot nu toe ging Justitie ervan uit dat een 21-jarige student, die bij de aanslag ook om het leven kwam, de enige dader was.
Bron » duitslandinstituut.nl/
Ook op de Duitstalige Wikipedia-pagina wordt er gewezen op een link tussen Gladio en deze aanslag:
2008 machte der Investigativjournalist Tobias von Heymann Akten der DDR-Staatssicherheit bekannt, in denen regelmäßige Funkkontakte zum Bundesnachrichtendienst aus Lembkes Wohnort dokumentiert waren. Die Stasi hatte diese Funkkontakte einer staatlichen Stay-behind-Organisation namens "Gruppe 27" zugeordnet. Auf diese Dokumente stützte der Schweizer Historiker Daniele Ganser 2004 seine Vermutung, es habe sich um eine Untergruppe einer europaweiten Geheimarmee gehandelt, deren italienischer Zweig Gladio in Italien 1990 aufgedeckt worden war. Diese Untergruppe könne auch am Oktoberfestattentat beteiligt gewesen sein.
2008 berichtete Tobias von Heymann auch von zwei Mitgliedern der verbotenen Wehrsportgruppe Hoffmann, die wahrscheinlich oder bewiesen zum Umfeld Köhlers gehört und eine Beteiligung an den Attentaten behauptet hatten. Die eine Person war ein gewisser Stefan Wagner. Dazu der Autor Tobias von Heymann: "Am 2. August 1982 lieferte er sich nach einer Schießerei mit Geiselnahme eine stundenlange Verfolgungsjagd mit der Polizei. Dabei legte er gegenüber Geiseln eine Art Geständnis ab und bezichtigte sich selbst der Teilnahme am Münchner Attentat. Dann erschoss er sich – ähnlich wie bei einem Amoklauf."
Der andere Mann war Walter Ulrich Behle, ein V-Mann des Verfassungsschutzes Nordrhein-Westfalen, der zur Zeit der Bombenexplosion an einer Überführung von Geländewagen in den Nahen Osten, allem Anschein nach für die PLO, teilnahm. Dieser hatte sich im Oktober 1980 nach Damaskus abgesetzt und äußerte dort in einem glaubhaft bezeugten Gespräch gegenüber Karl-Heinz Hoffmann, dem Gründer der Wehrsportgruppe Hoffmann, folgendes: "Ja, deswegen kann ich nicht mehr nach Deutschland zurück, wir waren das selbst."
Als Motiv für den Anschlag vermutet der recherchierende Autor Tobias von Heymann, dass die Täter eine False-flag-Aktion beabsichtigten: Sie wollten den Anschlag linksextremen Terroristen in die Schuhe schieben und so die Politik der sozialliberalen Koalition bei der Bundestagswahl am 5. Oktober 1980 angreifbar machen. Die Nutznießer wären damit die Unionsparteien und ihr Kanzlerkandidat Franz Josef Strauß gewesen. Entsprechende politische Reaktionen verebbten jedoch schnell, als im Zug der Ermittlungen klar wurde, dass Köhler als Täter gelten konnte und der rechten Szene zugehörig war.
Im Juni 2009 stellte die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen eine Kleine Anfrage im Bundestag mit dem Titel Oktoberfest-Attentat - Stasi-Notizen und Indizien betreffend Beteiligung der "Wehrsportgruppe Hoffmann" sowie Verbindungen zu Gladio. Die Abgeordneten bezogen sich in ihren 48 Einzelfragen insbesondere auf Notizen im Archiv der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, die durch das Buch Die Oktoberfest-Bombe des Journalisten Tobias von Heymann publik geworden waren.
Unter anderem stellen sie der Bundesregierung die Frage, ob Erkenntnisse vorliegen, die einen Zusammenhang zwischen diesem Attentat und dem Anschlag von Bologna vom 2. August 1980 nahelegen. Zudem wurde nach der Aktion Wandervogel gefragt, in der laut Stasi-Aufzeichnungen die Verfassungschutzämter dreier Bundesländer (Bayern, Baden-Württemberg und Hessen) schon 22 Stunden vor dem Bombenanschlag die später tatverdächtige Wehrsportgruppe Hoffmann intensiv beobachtet hatten.
Die Anfrage wurde von der Bundesregierung am 22. Juni 2009 zu den meisten Einzelfragen dahingehend beantwortet, dass ihr die betreffenden Tatsachen bekannt seien, aber keine neuen Erkenntnisse darüber vorlägen. Zudem wurde die Beantwortung zahlreicher Fragen, die den Geheimdienstbereich tangierten, mit dem Hinweis abgelehnt, dass man grundsätzlich keine Fragen beantworte, die die Arbeit der Nachrichtendienste des Bundes beträfen - respektive nur dem dafür zuständigen parlamentarischen Kontrollgremium antworten würde. Zu Angelegenheiten der Bundesländer äußere man sich zudem grundsätzlich nicht.
Bron » de.wikipedia.org/